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Mathe-Aufgaben rechnen und Lösungswege anzeigen

Ich war auf der Suche nach einer App, mit der man Mathe-Aufgaben rechnen kann UND die einem die Lösungswege anzeigt. Diese Apps kamen in Frage:

Tydlig ist eine super gemachte App, die viele innovative Funktionen hat. „Leider“ dient sie „nur“ zum Rechnen und zeigt keine Lösungswege an. 

Also bleiben steps2MATH und Math 42. 

Im Prinzip erledigen beide ihre Aufgabe sehr gut, allerdings finde ich steps2MATH trotz des nicht so tollen Designs besser, da die App 

  • sowohl den Lösungsweg als auch direkt noch eine Erklärung anzeigt, warum es so gemacht wird. 
  • Hinzu kommt, dass die Erklärung einmal allgemein und (!) an genau der Aufgabe gegeben wird, die ich gerade berechne. 

steps2MATH

So sieht steps2MATH aus:


Man gibt die Formel ein und kann Schritt für Schritt den Lösungsweg durchgehen. Tippt man auf die roten Zahlen auf der linken Seite, wird die entsprechende Erklärung rechts angezeigt. Beim schrittweisen Voranschreiten im Lösungsweg passiert dies automatisch. Man kann sogar bei Wikipedia den entsprechenden Artikel öffnen. 

Hier noch ein paar Tips:

  • Gemischte Brüche werden mit „#“ geschrieben: 
  • Man sollte beim ersten Starten der App unbedingt die Demo abspielen lassen. Dabei werden alle wichtigen Funktionen vorgestellt.

Der folgnde Screenshot zeigt die allgemeine Rechenregel und die konkrete Erklärung anhand der Aufgabe zeigt, was ich wirklich gut finde: 

Math 42

Die gleiche Rechnung von oben sieht in Math 42 so aus:


Jeden Zwischenschritt kann man mit den kleinen blauen Dreiecken öffnen. Eine Erklärung gibt es, wenn man auf die dunkle Schrift tippt (muss man erst einmal wissen…). 

Math 42 hat zudem die Möglichkeit, Aufgaben zu üben. Klickt man auf die Mütze, kann man verschiedene Tests machen, welche ausgewertet werden. 


Geführter Zugriff – oder – Wie kann ich mein iPad bzw. iPhone unbekümmert aus der Hand geben?

Achtung: Insider Tip! 

Der „geführte Zugriff“ sollte meines Erachtens besser „eingeschränkter Zugriff“ heißen. Er ist leider zu Unrecht völlig unbekannt aber ein wirklich super Feature, wenn man jemandem sein iPad (oder iPhone) geben möchte und er (oder sie) nichts anderes machen darf als die geöffnete App zu benutzen. 

Ist der geführte Zugriff aktiviert, bedeutet dies standardmäßig: 

  • Man kann die geöffnete App nicht schließen und 
  • kommt damit nicht zum Homebildschirm um andere Apps zu öffnen.
  • Man kann das iPad nicht ausschalten.
  • UND mit das Beste: man kann Bereiche auf den Bildschirm malen, wo man nicht drauf tippen kann! 
  • Man kann den geführten Zugriff nur durch die Eingabe eines Codes beenden (den man natürlich nur selbst weiß).

Typische Beispiele: 

  • Die kleine Schwester will am iPad spielen, soll aber weder die App verlassen noch auf die eingeblendete Werbung tippen können. 
  • Im Unterricht sollen die Schüler das iPad nehmen, um die App mit dem Periodensystem oder eine andere Lern-App zu nutzen. Logischerweise dürfen sie keine anderen Apps öffnen. 
  • Jemand will mal die DJ App ausprobieren, soll aber weder meine Mails noch Fotos sehen können. 
  • Ein Museum hat eine eigene iPhone App, die sie den Besuchern für den Rundgang zur Verfügung stellen möchte. Die Besucher tragen das iPhone mit der geöffneten App während des Rundgangs mit sich herum und können sich über die Ausstellungsstücke informieren.
  • Ein Hotel hat eine Gästebuch-App auf einem iPad am Empfang liegen. Die Hotelgäste sollen natürlich nur diese nutzen dürfen. 
  • Die selbst erstellte App soll von Kollegen ausprobiert werden. Jeder kann sich mein iPad mal zum Testen mitnehmen, soll aber natürlich nur die App sehen dürfen. 

Und so funktioniert es im Falle des ersten Beispiels:

  1. Man öffnet das Spiel.
  2. Man startet den geführten Zugriff und nimmt die gewünschten Einstellungen dafür vor.
  3. Nun kann die Schwester endlich zocken aber nichts anderes am iPad machen.
  4. Reicht es ihr, beendet man den geführten Zugriff durch die Eingabe des Codes.

Zuallererst muss der Geführte Zugriff in den Einstellungen / Allgemein / Bedienungshilfen / Geführter Zugriff eingeschaltet werden:

Dann legt man den Code fest, mit dem man den Geführten Zugriff beenden kann. Dieser Code ist nur für den Geführten Zugriff und hat nichts mit dem Code zum allgemeinen Entsperren des Gerätes zu tun. 

Ganz wichtig: Code merken!

Nun öffnet man die App, in unserem Fall das Spiel für die Schwester. Ich habe mal irgendein Spiel mit Werbung ausgesucht. 

Dann drückt man drei mal kurz hintereinander auf den Home Button, es erscheinen die Einstellungen:

Hier kann man nun einige Einstellungen vornehmen, was alles erlaubt bzw. unterbunden werden soll UND man kann den bzw. die Bereiche markieren, wo man anschließend nicht tippen darf. Dazu malt man einfach um den Bereich herum. Im oberen Beispiel habe ich um die Werbung ein Viereck gemalt. Man kann den Bereich dann noch verschieben sowie in der Breite und Höhe anpassen. 

Nun starten man den Geführten Zugriff per „Starten“ ganz oben rechts. Die Schwester kann nun weder die App beenden, noch auf die Werbung tippen. Die Bereiche, wo man nicht tippen kann sind immer ausgegraut: 

Will man den Geführten Zugriff beenden, drückt man wieder drei mal auf den Home Button und gibt den Code zum Entsperren des Geführten Zugriffs ein:

Das war es auch schon. Es fühlt sich erst einmal kompliziert an, ist es aber nicht:

  1. App starten und drei mal auf den Home Button drücken.
  2. Oben rechts „Starten“.
  3. Zum Beenden wieder drei mal auf den Home Button drücken und Code eingeben.

Hinweis: Die Bilder sind schief, da ich sie abfotografieren musste. Im Geführten Zugriff kann man nämlich auch keine Screenshots machen. 

Safari: Lesezeichen, Leseliste und Reader

Zum Safari gibt es eigentlich viel zu Schreiben (bzw. Lesen, siehe auch Kapitel 7 im Handbuch). Konzentrieren wir uns aber hier einmal auf die Lesezeichen, die Leseliste und den sogenannten Reader. 

Lesezeichen

Lesezeichen sind wie bei jedem Browser die Webseiten, von denen man sich die Webadresse mit einem Titel speichert, auch Bookmarks genannt. Ich nutze dies fast täglich, um mir auf Arbeit interessante Webseiten zu merken. Der Vorteil von Lesezeichen ist nicht nur, dass man die Webadresse gespeichert hat sondern auch, dass man während des Tippens in der Adresszeile Vorschläge aus seinen Lesezeichen bekommt! Dazu aber mehr weiter unten. 

Will ich mir also (Achtung:) „die Adresse“ einer Webseite merken, speichere ich sie mir in den Lesezeichen. Man tippt auf das Verwenden Symbol:

und wählt „Lezezeichen“:

Der Titel der Webseite wird automatisch voreingetragen. Ich habe in meinen Lesezeichen einen Ordner „Blogs“, wo ich die Webadresse speichern möchte.

Das Lezezeichen findet man nun bei den Lesezeichen oben rechts 

im Ordner „Blogs“:

wo es bei mir aktuell nur dieses Lesezeichen gibt:

Wie oben beschrieben, werden die Lesezeichen auch mit durchsucht. Erinnere ich mich also, dass ich mal irgendwas mit Dateien gelesen habe und tippe dies in der Adresszeile im Safari ein, werden mir auch Übereinstimmungen in meinen Lesezeichen angezeigt!

Das bedeutet, dass man sich den Titel eines Lesezeichens immer noch einmal anschauen und gegebenenfalls anpassen sollte, um es auch bei der Suche wieder zu finden. Lesezeichentitel wie „Blog“ oder „Index“ machen wenig Sinn. Finde ich den Titel „Dateien übertragen“ besser, passt man den Titel hier an:

Lesezeichen – Favoriten

Den im Ordner „Favoriten“ abgespeicherten Lesezeichen ist folgende besondere Rolle zugewiesen: Öffnet man ein neues Tab, erscheinen diese als Symbole und man kann schnell auf diese zugreifen. 

Leseliste

Die Leseliste speichert die komplette Webseite auf meinem Gerät. So kann ich sie offline wieder aufrufen und lesen. Speichere ich den Artikel „Dateien verwalten“ also in der Leseliste, habe ich ihn als Ganzes immer bei mir. Ich finde diese Funktionalität äußerst praktisch. 

Zum Speichern der kompletten Webseite (also nicht nur der Webadresse wie bei den Lesezeichen) benutzt man wieder das Verwenden Symbol aber wählt diesmal „Zur Leseliste hinzufügen“:

Die Leseliste ist oben rechts auch unter dem Buch-Symbol zu finden:

Hier wird zumBeispiel auch immer die erste Grafik eines Artikels mit abgespeichert. 

Reader

Der sogenannte „Reader“ entfernt alles auf einer Webseite, was vom eigentlichen Inhalt ablenken könnte und formatiert letzteren noch einmal leserlich. Dies funktioniert aber nur bei Webseiten, die so aufgebaut sind, dass Safari die wichtigen Inhalte bzw. den Artikel selbst erkennen kann. 

Man sieht dies an dem kleinen Symbol in der Adressleiste:

Tippt man darauf, wird der eigentliche Artikel noch einmal „aufgeräumt“ dargestellt. :

Ein erneutes Tippen auf das Symbol schließt diese Ansicht wieder. Im Internet war die Art des Lese-Konsums unter dem Begriff „ablenkungsfreies Lesen“ bzw. „distraction-free reading“ eine Zeit lang in den Schlagzeilen. 

Mein Blog ist aktuell nun relativ puristisch, d.h. die Anzeige im „Reader“ zeigt keine wesentlichen Unterschiede. Schaut man sich aber folgende Seite an, versteht man den Sinn des Ganzen.

Vorher mit allem Drumherum:

und im Reader erscheint dann nur der eigentliche Artikel:

Quelle

Mein Fotostream und die Organisation der Fotos

Im Gegensatz zu einem selbst angelegten Fotostream hat „Mein Fotostream“ alleinig die Aufgabe, Fotos auf die eigenen Apple Produkte zu verteilen (iPhone, iPad, Apple TV, Mac). Ist dieser aktiviert, werden die Fotos 30 Tage lang in der iCloud gehalten und auf alle eigenen Geräte verteilt, auf denen „Mein Fotostream“ aktiviert ist. Das Hochladen in die iCloud passiert nur bei einer WLAN Verbindung. 

Dabei werden die Fotos nicht auf den eigene iCloud Speicher angerechnet und auf einem iOS Gerät nur die letzten 1000 Fotos im Album „Mein Fotostream“ gehalten.

Das ganze ist auf dieser Hilfeseite bei Apple beschrieben. 

Auf dem iPhone und iPad findet man den eigenen „Mein Fotostream“ separat bei den Alben 

als eigenes Album:

Wichtig zu wissen ist folgendes: 

Man besitzt einen „Mein Fotostream“ (also nicht zwei oder mehr), wohin alle aktivierten Geräte ihre Fotos hinein senden und damit verteilen. Nun gibt es in der Foto App diese drei Bereiche wie im obigen Bild zu sehen und mir war am Anfang nicht klar, wie die Fotos verteilt werden. Nach einigem Ausprobieren, fand ich es dann heraus:

  • Fotos: Hier ist alles drin. Hier landen alle mit dem Gerät aufgenommen Fotos, welches ich gerade in der Hand halte UND auch die Fotos aus dem Fotostream, die von einem anderen eigenen Gerät in „Mein Fotostream“ gesendet wurden. Also gesammelt alle Fotos, die ich mit den verschiedenen Geräten gemacht habe. 
  • Für alle: Dies sind nur die selbst angelegten Fotostreams bzw. die Fotostreams von anderen Leuten, die mich eingeladen haben.
  • Alben: Alle Fotos sind in Alben strukturiert. Das Album „Aufnahmen“ beinhaltet nur die Aufnahmen des Gerätes, was ich in diesem Moment in der Hand halte. Das Album „Mein Fotostream“ ist der eigentliche Fotostream. Alle weiteren Alben wie „Panoramen“, „Videos“ sind selbst erklärend. Man kann eigene Alben anlegen, um seine Fotos zu organisieren oder eine App legt ein Album an. 

Auf dem Gerät, was man in der Hand hält, verteilt man sozusagen seine Fotos:

Füge ich ein Foto einem Album hinzu, ist es dort lediglich zusätzlich zugewiesen. Für mich etwas unverständlich ist die Art des Hinzufügens zu einem Album. Das geht nämlich nicht per Verwenden-Symbol …

… sondern nur, wenn man 

  1. in der Liste der Fotos auf „Auswählen“ tippt, 
  2. das oder die Fotos auswählt, 
  3. dann auf „Hinzufügen“ tippt und 
  4. das Album auswählt. 

Entferne ich ein Foto aus einem Album, wird es nur dort wieder entfernt: 

Nun die nächste wichtige Info:

  • Lösche ich ein Foto bei den Aufnahmen, wird es auf dem Gerät und auch im Fotostream gelöscht. 
  • Lösche ich ein Foto im Album „Mein Fotostream“, wird es nur im Fotostream gelöscht aber bleibt bei den Aufnahmen erhalten.
  • Wenn ich das im Fotostream soeben gelöschte Foto dann in den Aufnahmen löschen will, werde ich auch nicht mehr nach dem Fotostream gefragt, denn dort ist es ja schon gelöscht.

So kann man ein Foto aus dem Fotostream entfernen, es aber trotzdem auf dem Gerät behalten. Ein kleines Beispiel dazu: Man hat ein Apple TV und zeigt den Bildschirmschoner mit den Fotos aus „Mein Fotostream“. Da will man natürlich nicht immer alle Fotos zeigen, die man auf dem Gerät hat. 

Man de- bzw. aktiviert den „Mein Fotostream“ unter Einstellungen / iCloud / Fotos:

Das Gleiche findet man auch unter Einstellungen / Fotos & Kamera:

Ich nehme an, dass es das Gleiche bewirkt 😉

Ich überlege immer noch, ob es Sinn macht, „Mein Fotostream“ zu aktivieren, wenn man nur ein Apple Gerät hat. Aber eigentlich nicht. Als Backup macht es keinen Sinn, denn das Foto bleibt ja nicht im Fotostream, wenn man z.B. aus Versehen das Original löscht sondern wird dort auch gelöscht. 

Universal Apps

Irgendwie merkt man es automatisch, aber es hat einen Namen: Universal Apps. Dies sind Apps, die man einmal kauft und sowohl auf dem iPad als auch auf dem iPhone nutzen kann. Mag sein, aber schließlich kann ich doch auch eine reine iPhone App auf dem iPad installieren?

Die Bezeichnung bezieht sich darauf, dass die App auf beiden Geräten läuft UND sich entsprechend des Gerätes anpasst:

  • Das Design kann unterschiedlich sein oder 
  • die Bedienelemente sind anders angeordnet.

Am Beispiel der Documents App sieht man dies ganz gut. Auf dem iPhone sieht sie so aus:

und auf dem iPad so:

Man erkennt die Universal Apps im App Store an einem kleinen „+“ Symbol:

Dateien verwalten

Geht es um Dateien, stellen sich grundsätzlich zwei Fragen:

  1. Wie bekomme ich die Dateien auf das iPad und
  2. wie mache ich dann weiter?

Dies ist wohl eines der am meist belächelten Themen seitens der Android-Nutzer: Wieso kann man nicht einfach eine Datei per USB auf die Festplatte vom iPhone oder iPad in einen eigenen Ordner kopieren, um sie dann mit allen möglichen Apps zu öffnen?

Dazu ein kleiner Exkurs: Eine Datei liegt bei iOS (also dem Betriebssystem) grundsätzlich immer nur innerhalb der App, sie liegt nicht irgendwo frei auf der Festplatte rum. Die Apps schauen nicht auf ein gemeinsam genutztes Dateisystem, wie dies bei Android der Fall ist, da bei iOS jede App in einer eigenen Sandbox läuft. Wenn ich eine Datei auf das iPad bringen will, muss ich sie immer in eine App „hinein“ transferieren und lege sie nicht global an einer Stelle irgendwo auf der Festplatte ab. Ich kann aber Dateien zwischen Apps hin- und her kopieren (Achtung: kopieren, nicht verschieben).

Nun gibt es natürlich Programme am Mac und PC, die direkt auf das Dateisystem schauen oder das Gerät am Mac als Festplatte „mounten“ können. Bei Geräten mit Jailbreak ist dies sowieso kein Thema. Der normale Benutzer hat aber meist keine Lust, sich damit auseinanderzusetzen.

In diesem Artikel geht es um Dateien, die ich einfach auf das iPad haben und in einer App weiter verwenden möchte, z.B. eine PDF Datei zum Lesen und Kommentieren, ein Foto, eine Textdatei, eine Word Datei mit einem Aufsatz, eine ZIP Datei, eine einzelne MP3 Datei oder ein Film.  Es geht nicht um Musik-, Film- oder Foto-Dateien, die ich per iTunes synchronisieren kann.

Dateien auf das iPhone oder iPad bringen

Für den normalen Nutzer gibt es grundsätzlich zwei Wege, eine Datei auf das iPad in eine App zu bekommen: per USB oder per WLAN.

Dies wird in den folgenden Abschnitten erläutert:

  1. per USB mit iTunes
  2. per WLAN
  3. per USB ohne iTunes am Beispiel von GoodReader

Übertragung per USB und iTunes

Dies läuft unter dem Begriff „Dateifreigabe“ und ist bei Apple hier ausführlich beschrieben: iOS: Informationen zur Dateifreigabe. Die Screenshots von iTunes sind leider veraltet, also nicht wundern. Die Stelle ist aber die gleiche: man klickt in iTunes auf das iPad, dann im oberen Bereich auf die Registerkarte zu den „Apps“ und scrollt etwas runter. Hier klickt man auf der linken Seite auf die App, wo die Datei rein soll und wählt unten rechts „Hinzufügen“. An dieser Stelle kann man natürlich auch die Dateien aus der App auf den Rechner (zurück) übertragen.

So kann man zum Beispiel eine Film Datei in die VLC App kopieren.

Im App Store gibt es viele Apps mit dem Namen: „USB Flash Drive“, „Flash Disk“, „Phone  Drive“, „USB Drive“ usw. Diese nutzen aber meist trotzdem nur die Dateifreigabe in iTunes.

Übertragung per WLAN

Dies ist nur bei Apps möglich, die dies explizit zur Verfügung stellen. Man öffnet die App und startet den oft so genannten „WIFI Drive“ oder „WLAN Drive“. Die App stellt dann im WLAN ein „Laufwerk“ zur Verfügung, wo man die Dateien in die App kopieren kann.

Aber wie finde ich das Laufwerk? Dies ist ganz einfach. Jedes Gerät hat im WLAN eine eindeutige IP Adresse, die dafür genutzt wird. Diese Adresse kann man einfach im Browser aufrufen oder mit einem Programm verwenden.

Ich benutze für solche Sachen immer die Documents App. Eine weitere sehr gute App ist GoodReader.

Schritt 1: Die App starten.

Schritt 2: In der App den WLAN Drive aktivieren

Dazu tippt man oben links auf das Zahnradsymbol und aktiviert den Drive:

Und genau hier steht auch, wie man sich verbindet. Einfach einen Browser am Rechner öffnen und die Adresse eingeben. Bei mir ist dies „http://192.168.178.20“. Ein Passwort sollte man immer dann vergeben, wenn man sich nicht im privaten WLAN befindet!

Schritt 3: Die Adresse im Browser öffnen

Öffne ich die Adresse am Mac im Chrome, sieht das dann so aus:

Hier erscheinen alle Dateien, die in der App aufgelistet sind. Wie man sieht, liegen hier auch MP3 Dateien – und ja, die kann Documents direkt wiedergeben. Man kann also auch hier seine MP3’s auf das iPad laden und abspielen, ganz ohne iTunes.

Um eine Datei hinzuzufügen, scrollt man nach unten.

Schritt 4: Eine Datei übertragen

Man scrollt also nach unten und wählt eine Datei per „Datei auswählen“ aus:

und tippt auf „Upload file“. Das war es auch schon. Die Datei landet dann in der App.

Genauso einfach kann man eine Datei auf den Rechner runterladen: Man klickt die Datei an und diese kann dann auf dem Rechner gespeichert werden.

Hinweis: Der WLAN-Drive ist nur solange erreichbar, solange die App geöffnet ist.

Sollte etwas nicht funktionieren, hilft die Hilfe weiter. Dazu tippt man auf „WLAN-Dive Hilfe“ im Schritt 2.

Wie man hier sieht, kann man auch jedes Programm am Rechner benutzen, welches Dateiübertragungen per WebDAV ermöglicht. Eine genaue Beschreibung findet man in der Hilfe.

Wie ich oben bereits beschrieb, geht dies alles auch in der „GoodReader“ App:

Also die App starten:

und rechts unten auf „WiFi“ tippen:

Es erscheint die Adresse, die man im Browser eingeben muss:

Hier ist es wichtig, dass man auch den Port „8080“ mit einem Doppelpunkt davor eingibt. Am Rechner sieht das dann so aus:

Hier denkt man erst einmal, dass man ja gar nichts hochladen kann. Dazu muss man erst zu „My Documents“ oder „Downloads“ gehen:

Hier kann man nun wieder eine Datei auswählen und in die App laden. Die Hilfe bei GoodReader ist sehr gut und ausführlich. Man erreicht sie bei „Learn how…“:

Dies waren die einfachsten Möglichkeiten, per Browser Dateien zu übertragen. Die Apps bieten allerdings noch mehr, um sich per WLAN zu verbinden:

  • Man kann am Rechner einen WebDAV Server aufsetzen.
  • Man kann sich per SMB mit einem freigegebenen Verzeichnis verbinden.
  • GoodReader kann auch automatisch das WLAN nach Servern absuchen. Das ist super praktisch, wenn man am Mac die Dateifreigabe aktiviert. Dann wählt man nur noch den Mac aus und verbindet sich mit den Logindaten des Mac-Benutzers und hat direkten Zugriff auf die freigegebenen Ordner auf dem Mac.

Weiterhin ist das Synchronisieren von ganzen Verzeichnissen zwischen iPad und Rechner möglich. Das werde ich aber als einzelnen Artikel erläutern.

Übertragung per USB ohne iTunes am Beispiel von GoodReader

GoodReader hat auch ein extra Programm für Windows und Mac, um Dateien per USB zu übertragen: GoodReaderUSB. Ich hatte das bisher nur einmal kurz ausprobiert und kann im Moment nicht sagen, ob es noch gut funktioniert.

Dateien zwischen Apps austauschen

Wie kann man eine Datei zwischen verschiedenen Apps austauschen? Ich habe nun meine Datei in die Documents App geladen… und nun? Wie kann ich sie weiter verwenden?

Dazu nutzt man das immer gleiche „Verwenden“-Symbol und das Feature „Öffnen in…“:

Nun erscheint eine Liste aller Apps, die eine PDF Datei öffnen können:

Dem iPad ist also immer bekannt, welche Apps welche Dateitypen öffnen können. Nach der Installation einer neuen App würde eine Unterhaltung zwischen dem iPad und der App wahrscheinlich so ablaufen:

neue App: „Hi, ich heiße iBooks und ich kann PDF Dateien öffnen. Wenn du also ein PDF Dokument zu öffnen hast, her damit!“

iPad: „Hi iBooks, herzlich willkommen, High Five! Ich nehme dich in die Liste der Apps auf, die PDF Dateien öffnen können.“

Im Prinzip kann man sich das so vorstellen: eine App sagt dem iPad, was sie alles für Typen von Dateien öffnen kann. Wenn man nun eine Datei in einer App weiter geben möchte, wird diese App in der Liste bei „Öffnen in…“ angezeigt. In diesem Fall erscheint iBooks mit in der Liste:

Ich habe mehrere Apps installiert, die eine PDF Datei öffnen können. Dementsprechend erscheinen hier alle in der Liste.

Nun kommt es immer auf die App an, was sie für Dateien öffnen oder verwalten kann. Ein Spiel kann keine Dateien öffnen und erscheint also auch nicht. Die Dropbox App wird wahrscheinlich immer erscheinen, da sie alle möglichen Typen von Dateien aufnehmen kann, um sie in die Dropbox zu kopieren.

Hinweis: Wenn man eine Datei in eine andere App kopiert, kopiert man sie. D.h. man verschiebt sie nicht. Ein kleines Beispiel, wo dies von Bedeutung ist:

  1. Man möchte die PDF Datei „What’s New“ bearbeiten.
  2. Dazu gibt man sie an die App „PDF Expert“ weiter, und ergänzt einige Kommentare.
  3. Dann übergibt man die Datei zurück an Documents und sie erscheint zwei mal: einmal das Original und einmal die bearbeitete Version: 

Die Datei wird aber automatisch umbenannt und der Name wird hochgezählt. Das ist also kein Problem. Man muss es einfach nur wissen.

Weitere Tastatur – „Shortcuts“

Wie hier bereits beschrieben, kann man mit der Tastatur schneller arbeiten, wenn man ein paar Tricks kennt. 

Genauso einen Trick gibt es beim Umschalten von Buchstaben zu den Zahlen. Normalerweise tippt man unten links auf das „123“: 

Es erscheinen die Zahlen und man tippt auf die Zahl oder das Symbol. Dann tippt man wieder auf „ABC“, um zu den Buchstaben zurückzukehren:

Das geht auch schneller, denn wenn man lediglich nur eine Zahl oder ein Symbol schreiben möchte, kann man einfach 

  1. auf „123“ tippen und diese Taste gedrückt halten, 
  2. NICHT loslassen und 
  3. dann zu der gewünschten Zahl oder dem Symbol streichen.
  4. Wenn man dann auf der Zahl oder dem Symbol los lässt, wird dieses Zeichen geschrieben und 
  5. es erscheinen die Buchstaben wieder.

 Ich nutze dies eher selten, aber vielleicht findet es ja jemand nützlich zu wissen.

Tastatur-Layouts und ä, ö, ü und ß schneller schreiben

Ich glaube, wenn man ein iPad oder iPhone gerade neu eingerichtet hat, erscheinen die Umlaute direkt in der Tastatur:

Mir persönlich sind die Tasten dann zu schmal (gerade beim iPhone). Meine Tastatur sieht hingegen so aus:

Das Tastatur-Layout kann man in den Einstellungen / Allgemein / Tastatur / Tastaturen umschalten. Dazu wählt man als erstes die aktuelle Tastatur aus …

… und stellt das Layout um: 

Wählt man „Deutsch“, dann hat man die Umlaute mit auf der Tastatur – so im ersten Bild ganz oben. Wählt man hingegen „QWERTZ“, dann werden die Umlaute nicht als eigene Tasten angezeigt. 

Nun der Trick, wie man am iPad schnell die Umlaute schreiben kann: Man drückt nicht länger auf eine Taste, bis die zusätzlichen Zeichen erscheinen, sondern streicht nur ganz kurz von der Taste nach oben. Also: man tippt auf das „a“ und in dem Moment des Berührens streicht man nach oben. Es erscheint der Umlaut und wird als Zeichen in den Text eingefügt. Das geht leider so schnell, dass ich davon keinen Screenshot machen kann. 

So habe ich breitere Tasten und kann trotzdem schnell ä, ü, ö und ß schreiben. Übrigens: testet einfach mal die anderen Tasten damit durch, da gibt es noch mehr „Shortcuts“ 😉 

Diesen Blog abbonieren und offline lesen

Diesen Blog kann man im Browser lesen, muss man aber nicht. 

Jeder (bzw. fast jeder) Blog auf dieser Welt stellt einen sogenannten RSS Feed zur Verfügung. Diesen nutzt man, um die Artikel in einem anderen Programm oder eben einer App zu lesen. So kann man an einer Stelle alle Feeds von allen möglichen Blogs (auch offline) lesen. Ich nutze diese Art, mich zu informieren, seit vielen Jahren; erst mit Google Reader aber als dieser eingestellt wurde nutze ich Feedly, um die Feeds zu organisieren und die App „Reeder 2″, um die Artikel tatsächlich zu lesen. Dort habe ich zur Zeit ca. 50 Blogs, deren Artikel ich täglich lese. 

Aber zurück zum Thema. Am einfachsten ist folgende Vorgehensweise:

  1. Die kostenlose App Feedly installieren.
  2. Wenn die Installation abgeschlossen ist, diesen Link klicken.
  3. Nun öffnet sich Feedly, denn es erkennt den RSS Feed und die Artikel erscheinen in Feedly.

Es müsste dann so aussehen:

Nun kann man alles ab sofort in Feedly lesen. Wenn man sich an die Benutzung gewöhnt hat, ist Feedly echt gut. Man aktualisiert die Feeds, indem man die erste Seite nach unten zieht. Aufmerksame Leser des Blogs erinnern sich sicherlich an „Pull to refresh„. Man navigiert zu den nächsten Artikeln auf der kommenden Seite durch verschieben der aktuellen Seite nach oben. Die ersten Artikel sind im Magazin-Stil dargestellt, auf den folgenden Seiten einfach untereinander.

Die Artikel sind also in Feedly geladen und können auch offline gelesen werden. Feedly erfordert eigentlich einen eigenen Account, um die ganzen abbonierten Feeds zu speichern und zu organisieren. Deshalb erscheinen auch auf der linken Seite die ganzen Möglichkeiten, sich anzumelden. Für einen Feed reicht es aber auch ohne Account. 

Hinweis: Irgendwie werden nur die ersten 10 Artikel meines Blogs geladen. Ich habe die Anzahl bereits hoch gesetzt, aber leider noch ohne Auswirkung. In der Reeder App werden zum Beispiel alle geladen. 

So sieht Feedly aus, wenn man nichts abboniert hat und rechts nach etwas sucht:

Stöbert einfach mal herum. Da sind viele bekannte Sachen dabei. Das Blöde ist nur: Wenn man sich in Feedly nicht anmeldet bzw. einen Feedly Account erstellt, kann man scheinbar immer nur einen Feed gleichzeitig lesen. 

Im App Store gibt es eine Menge Apps, um Feeds zu lesen. Meine Empfehlung geht klar an Reeder 2. Wenn man Geld für die App ausgeben möchte, kann man meinen Blog dort auch manuell hinzufügen. 

Multitouch Gesten

Ein Feature, welches es nur beim iPad gibt: Gesten mit vier oder fünf Fingern. Einmal in den Einstellungen / Allgemein aktiviert:

kann es auch schon losgehen. 

  • Zieht man fünf Finger zur Mitte zusammen (als wollte man etwas vom iPad aufnehmen), verlässt man die geöffnete App.
  • Streicht man mit vier Fingern von rechts nach links bzw. anders herum, wechselt man zur nächsten geöffneten App.
  • Streicht man mit vier Fingern nach oben, sieht man die Liste der offenen Apps. 

Alles ganz praktisch und schont den Home Button. Abgesehen von Apps, wo man auch mit Stiften arbeitet (Apps zum Malen oder für handschriftliche Notizen). Da kann dies zu ungewollten Gesten führen, denn wenn der Handballen aufliegt, entstehen mehrere Touch-Punkte und man kann eine der Gesten auslösen. 

Um dies zu verhindern, benötigt man einen Stift, der per Bluetooth arbeitet. Ich habe den Jot Touch 4 und das geht dann wunderbar.