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Mathe-Aufgaben rechnen und Lösungswege anzeigen

Ich war auf der Suche nach einer App, mit der man Mathe-Aufgaben rechnen kann UND die einem die Lösungswege anzeigt. Diese Apps kamen in Frage:

Tydlig ist eine super gemachte App, die viele innovative Funktionen hat. „Leider“ dient sie „nur“ zum Rechnen und zeigt keine Lösungswege an. 

Also bleiben steps2MATH und Math 42. 

Im Prinzip erledigen beide ihre Aufgabe sehr gut, allerdings finde ich steps2MATH trotz des nicht so tollen Designs besser, da die App 

  • sowohl den Lösungsweg als auch direkt noch eine Erklärung anzeigt, warum es so gemacht wird. 
  • Hinzu kommt, dass die Erklärung einmal allgemein und (!) an genau der Aufgabe gegeben wird, die ich gerade berechne. 

steps2MATH

So sieht steps2MATH aus:


Man gibt die Formel ein und kann Schritt für Schritt den Lösungsweg durchgehen. Tippt man auf die roten Zahlen auf der linken Seite, wird die entsprechende Erklärung rechts angezeigt. Beim schrittweisen Voranschreiten im Lösungsweg passiert dies automatisch. Man kann sogar bei Wikipedia den entsprechenden Artikel öffnen. 

Hier noch ein paar Tips:

  • Gemischte Brüche werden mit „#“ geschrieben: 
  • Man sollte beim ersten Starten der App unbedingt die Demo abspielen lassen. Dabei werden alle wichtigen Funktionen vorgestellt.

Der folgnde Screenshot zeigt die allgemeine Rechenregel und die konkrete Erklärung anhand der Aufgabe zeigt, was ich wirklich gut finde: 

Math 42

Die gleiche Rechnung von oben sieht in Math 42 so aus:


Jeden Zwischenschritt kann man mit den kleinen blauen Dreiecken öffnen. Eine Erklärung gibt es, wenn man auf die dunkle Schrift tippt (muss man erst einmal wissen…). 

Math 42 hat zudem die Möglichkeit, Aufgaben zu üben. Klickt man auf die Mütze, kann man verschiedene Tests machen, welche ausgewertet werden. 


Universal Apps

Irgendwie merkt man es automatisch, aber es hat einen Namen: Universal Apps. Dies sind Apps, die man einmal kauft und sowohl auf dem iPad als auch auf dem iPhone nutzen kann. Mag sein, aber schließlich kann ich doch auch eine reine iPhone App auf dem iPad installieren?

Die Bezeichnung bezieht sich darauf, dass die App auf beiden Geräten läuft UND sich entsprechend des Gerätes anpasst:

  • Das Design kann unterschiedlich sein oder 
  • die Bedienelemente sind anders angeordnet.

Am Beispiel der Documents App sieht man dies ganz gut. Auf dem iPhone sieht sie so aus:

und auf dem iPad so:

Man erkennt die Universal Apps im App Store an einem kleinen „+“ Symbol:

Dateien verwalten

Geht es um Dateien, stellen sich grundsätzlich zwei Fragen:

  1. Wie bekomme ich die Dateien auf das iPad und
  2. wie mache ich dann weiter?

Dies ist wohl eines der am meist belächelten Themen seitens der Android-Nutzer: Wieso kann man nicht einfach eine Datei per USB auf die Festplatte vom iPhone oder iPad in einen eigenen Ordner kopieren, um sie dann mit allen möglichen Apps zu öffnen?

Dazu ein kleiner Exkurs: Eine Datei liegt bei iOS (also dem Betriebssystem) grundsätzlich immer nur innerhalb der App, sie liegt nicht irgendwo frei auf der Festplatte rum. Die Apps schauen nicht auf ein gemeinsam genutztes Dateisystem, wie dies bei Android der Fall ist, da bei iOS jede App in einer eigenen Sandbox läuft. Wenn ich eine Datei auf das iPad bringen will, muss ich sie immer in eine App „hinein“ transferieren und lege sie nicht global an einer Stelle irgendwo auf der Festplatte ab. Ich kann aber Dateien zwischen Apps hin- und her kopieren (Achtung: kopieren, nicht verschieben).

Nun gibt es natürlich Programme am Mac und PC, die direkt auf das Dateisystem schauen oder das Gerät am Mac als Festplatte „mounten“ können. Bei Geräten mit Jailbreak ist dies sowieso kein Thema. Der normale Benutzer hat aber meist keine Lust, sich damit auseinanderzusetzen.

In diesem Artikel geht es um Dateien, die ich einfach auf das iPad haben und in einer App weiter verwenden möchte, z.B. eine PDF Datei zum Lesen und Kommentieren, ein Foto, eine Textdatei, eine Word Datei mit einem Aufsatz, eine ZIP Datei, eine einzelne MP3 Datei oder ein Film.  Es geht nicht um Musik-, Film- oder Foto-Dateien, die ich per iTunes synchronisieren kann.

Dateien auf das iPhone oder iPad bringen

Für den normalen Nutzer gibt es grundsätzlich zwei Wege, eine Datei auf das iPad in eine App zu bekommen: per USB oder per WLAN.

Dies wird in den folgenden Abschnitten erläutert:

  1. per USB mit iTunes
  2. per WLAN
  3. per USB ohne iTunes am Beispiel von GoodReader

Übertragung per USB und iTunes

Dies läuft unter dem Begriff „Dateifreigabe“ und ist bei Apple hier ausführlich beschrieben: iOS: Informationen zur Dateifreigabe. Die Screenshots von iTunes sind leider veraltet, also nicht wundern. Die Stelle ist aber die gleiche: man klickt in iTunes auf das iPad, dann im oberen Bereich auf die Registerkarte zu den „Apps“ und scrollt etwas runter. Hier klickt man auf der linken Seite auf die App, wo die Datei rein soll und wählt unten rechts „Hinzufügen“. An dieser Stelle kann man natürlich auch die Dateien aus der App auf den Rechner (zurück) übertragen.

So kann man zum Beispiel eine Film Datei in die VLC App kopieren.

Im App Store gibt es viele Apps mit dem Namen: „USB Flash Drive“, „Flash Disk“, „Phone  Drive“, „USB Drive“ usw. Diese nutzen aber meist trotzdem nur die Dateifreigabe in iTunes.

Übertragung per WLAN

Dies ist nur bei Apps möglich, die dies explizit zur Verfügung stellen. Man öffnet die App und startet den oft so genannten „WIFI Drive“ oder „WLAN Drive“. Die App stellt dann im WLAN ein „Laufwerk“ zur Verfügung, wo man die Dateien in die App kopieren kann.

Aber wie finde ich das Laufwerk? Dies ist ganz einfach. Jedes Gerät hat im WLAN eine eindeutige IP Adresse, die dafür genutzt wird. Diese Adresse kann man einfach im Browser aufrufen oder mit einem Programm verwenden.

Ich benutze für solche Sachen immer die Documents App. Eine weitere sehr gute App ist GoodReader.

Schritt 1: Die App starten.

Schritt 2: In der App den WLAN Drive aktivieren

Dazu tippt man oben links auf das Zahnradsymbol und aktiviert den Drive:

Und genau hier steht auch, wie man sich verbindet. Einfach einen Browser am Rechner öffnen und die Adresse eingeben. Bei mir ist dies „http://192.168.178.20“. Ein Passwort sollte man immer dann vergeben, wenn man sich nicht im privaten WLAN befindet!

Schritt 3: Die Adresse im Browser öffnen

Öffne ich die Adresse am Mac im Chrome, sieht das dann so aus:

Hier erscheinen alle Dateien, die in der App aufgelistet sind. Wie man sieht, liegen hier auch MP3 Dateien – und ja, die kann Documents direkt wiedergeben. Man kann also auch hier seine MP3’s auf das iPad laden und abspielen, ganz ohne iTunes.

Um eine Datei hinzuzufügen, scrollt man nach unten.

Schritt 4: Eine Datei übertragen

Man scrollt also nach unten und wählt eine Datei per „Datei auswählen“ aus:

und tippt auf „Upload file“. Das war es auch schon. Die Datei landet dann in der App.

Genauso einfach kann man eine Datei auf den Rechner runterladen: Man klickt die Datei an und diese kann dann auf dem Rechner gespeichert werden.

Hinweis: Der WLAN-Drive ist nur solange erreichbar, solange die App geöffnet ist.

Sollte etwas nicht funktionieren, hilft die Hilfe weiter. Dazu tippt man auf „WLAN-Dive Hilfe“ im Schritt 2.

Wie man hier sieht, kann man auch jedes Programm am Rechner benutzen, welches Dateiübertragungen per WebDAV ermöglicht. Eine genaue Beschreibung findet man in der Hilfe.

Wie ich oben bereits beschrieb, geht dies alles auch in der „GoodReader“ App:

Also die App starten:

und rechts unten auf „WiFi“ tippen:

Es erscheint die Adresse, die man im Browser eingeben muss:

Hier ist es wichtig, dass man auch den Port „8080“ mit einem Doppelpunkt davor eingibt. Am Rechner sieht das dann so aus:

Hier denkt man erst einmal, dass man ja gar nichts hochladen kann. Dazu muss man erst zu „My Documents“ oder „Downloads“ gehen:

Hier kann man nun wieder eine Datei auswählen und in die App laden. Die Hilfe bei GoodReader ist sehr gut und ausführlich. Man erreicht sie bei „Learn how…“:

Dies waren die einfachsten Möglichkeiten, per Browser Dateien zu übertragen. Die Apps bieten allerdings noch mehr, um sich per WLAN zu verbinden:

  • Man kann am Rechner einen WebDAV Server aufsetzen.
  • Man kann sich per SMB mit einem freigegebenen Verzeichnis verbinden.
  • GoodReader kann auch automatisch das WLAN nach Servern absuchen. Das ist super praktisch, wenn man am Mac die Dateifreigabe aktiviert. Dann wählt man nur noch den Mac aus und verbindet sich mit den Logindaten des Mac-Benutzers und hat direkten Zugriff auf die freigegebenen Ordner auf dem Mac.

Weiterhin ist das Synchronisieren von ganzen Verzeichnissen zwischen iPad und Rechner möglich. Das werde ich aber als einzelnen Artikel erläutern.

Übertragung per USB ohne iTunes am Beispiel von GoodReader

GoodReader hat auch ein extra Programm für Windows und Mac, um Dateien per USB zu übertragen: GoodReaderUSB. Ich hatte das bisher nur einmal kurz ausprobiert und kann im Moment nicht sagen, ob es noch gut funktioniert.

Dateien zwischen Apps austauschen

Wie kann man eine Datei zwischen verschiedenen Apps austauschen? Ich habe nun meine Datei in die Documents App geladen… und nun? Wie kann ich sie weiter verwenden?

Dazu nutzt man das immer gleiche „Verwenden“-Symbol und das Feature „Öffnen in…“:

Nun erscheint eine Liste aller Apps, die eine PDF Datei öffnen können:

Dem iPad ist also immer bekannt, welche Apps welche Dateitypen öffnen können. Nach der Installation einer neuen App würde eine Unterhaltung zwischen dem iPad und der App wahrscheinlich so ablaufen:

neue App: „Hi, ich heiße iBooks und ich kann PDF Dateien öffnen. Wenn du also ein PDF Dokument zu öffnen hast, her damit!“

iPad: „Hi iBooks, herzlich willkommen, High Five! Ich nehme dich in die Liste der Apps auf, die PDF Dateien öffnen können.“

Im Prinzip kann man sich das so vorstellen: eine App sagt dem iPad, was sie alles für Typen von Dateien öffnen kann. Wenn man nun eine Datei in einer App weiter geben möchte, wird diese App in der Liste bei „Öffnen in…“ angezeigt. In diesem Fall erscheint iBooks mit in der Liste:

Ich habe mehrere Apps installiert, die eine PDF Datei öffnen können. Dementsprechend erscheinen hier alle in der Liste.

Nun kommt es immer auf die App an, was sie für Dateien öffnen oder verwalten kann. Ein Spiel kann keine Dateien öffnen und erscheint also auch nicht. Die Dropbox App wird wahrscheinlich immer erscheinen, da sie alle möglichen Typen von Dateien aufnehmen kann, um sie in die Dropbox zu kopieren.

Hinweis: Wenn man eine Datei in eine andere App kopiert, kopiert man sie. D.h. man verschiebt sie nicht. Ein kleines Beispiel, wo dies von Bedeutung ist:

  1. Man möchte die PDF Datei „What’s New“ bearbeiten.
  2. Dazu gibt man sie an die App „PDF Expert“ weiter, und ergänzt einige Kommentare.
  3. Dann übergibt man die Datei zurück an Documents und sie erscheint zwei mal: einmal das Original und einmal die bearbeitete Version: 

Die Datei wird aber automatisch umbenannt und der Name wird hochgezählt. Das ist also kein Problem. Man muss es einfach nur wissen.

Diesen Blog abbonieren und offline lesen

Diesen Blog kann man im Browser lesen, muss man aber nicht. 

Jeder (bzw. fast jeder) Blog auf dieser Welt stellt einen sogenannten RSS Feed zur Verfügung. Diesen nutzt man, um die Artikel in einem anderen Programm oder eben einer App zu lesen. So kann man an einer Stelle alle Feeds von allen möglichen Blogs (auch offline) lesen. Ich nutze diese Art, mich zu informieren, seit vielen Jahren; erst mit Google Reader aber als dieser eingestellt wurde nutze ich Feedly, um die Feeds zu organisieren und die App „Reeder 2″, um die Artikel tatsächlich zu lesen. Dort habe ich zur Zeit ca. 50 Blogs, deren Artikel ich täglich lese. 

Aber zurück zum Thema. Am einfachsten ist folgende Vorgehensweise:

  1. Die kostenlose App Feedly installieren.
  2. Wenn die Installation abgeschlossen ist, diesen Link klicken.
  3. Nun öffnet sich Feedly, denn es erkennt den RSS Feed und die Artikel erscheinen in Feedly.

Es müsste dann so aussehen:

Nun kann man alles ab sofort in Feedly lesen. Wenn man sich an die Benutzung gewöhnt hat, ist Feedly echt gut. Man aktualisiert die Feeds, indem man die erste Seite nach unten zieht. Aufmerksame Leser des Blogs erinnern sich sicherlich an „Pull to refresh„. Man navigiert zu den nächsten Artikeln auf der kommenden Seite durch verschieben der aktuellen Seite nach oben. Die ersten Artikel sind im Magazin-Stil dargestellt, auf den folgenden Seiten einfach untereinander.

Die Artikel sind also in Feedly geladen und können auch offline gelesen werden. Feedly erfordert eigentlich einen eigenen Account, um die ganzen abbonierten Feeds zu speichern und zu organisieren. Deshalb erscheinen auch auf der linken Seite die ganzen Möglichkeiten, sich anzumelden. Für einen Feed reicht es aber auch ohne Account. 

Hinweis: Irgendwie werden nur die ersten 10 Artikel meines Blogs geladen. Ich habe die Anzahl bereits hoch gesetzt, aber leider noch ohne Auswirkung. In der Reeder App werden zum Beispiel alle geladen. 

So sieht Feedly aus, wenn man nichts abboniert hat und rechts nach etwas sucht:

Stöbert einfach mal herum. Da sind viele bekannte Sachen dabei. Das Blöde ist nur: Wenn man sich in Feedly nicht anmeldet bzw. einen Feedly Account erstellt, kann man scheinbar immer nur einen Feed gleichzeitig lesen. 

Im App Store gibt es eine Menge Apps, um Feeds zu lesen. Meine Empfehlung geht klar an Reeder 2. Wenn man Geld für die App ausgeben möchte, kann man meinen Blog dort auch manuell hinzufügen.